GEDENKVERANSTALTUNG GESCHWISTER SCHOLL

Gedenktag Geschwister Scholl

Aus Anlass des 77. Todestages der Geschwister Sophie und Hans Scholl nahm unsere AI-Gruppe an einer Gedenkveranstaltung teil, zu der der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am 15. Februar eingeladen hatte.

Im Rahmen der Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ hatten die Geschwister Scholl auf Flugblättern gegen die Gräueltaten der Nazis und gegen einen sinnlosen Krieg protestiert. Sie wurden verhaftet, in einem unfairen Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt und noch am selben Tag, dem 22. Februar 1943, hingerichtet. Damit waren sie gewaltlose politische Gefangene des Nazi-Regimes, die ihren Mut mit dem Leben bezahlen mussten. Sie hatten keinen Schutz.

Im Rahmen der Veranstaltung konnten wir eine Petitionsliste auslegen für den Menschenrechtsanwalt Wang Quanzhang in China, der sich eingesetzt hat für Religionsfreiheit, für die Opfer von Landvertreibungen sowie Aktivist_innen, die mehr Transparenz und Rechtstaatlichkeit in China forderten. Er ist ebenfalls gewaltloser politischer Gefangener. Sein Fall ist Teil der AI-Kampagne „Mut braucht Schutz“, mit der wir die schützen wollen, die sich unter eigener Gefahr für die Menschenrechte einsetzen.

Menschenrechtsverletzungen sind auch heute allgegenwärtig, nicht nur in China, sondern zunehmend auch bei uns. Das wurde in der Gedenkveranstaltung deutlich, die zu Zivilcourage aufrief.